Aktuelles aus dem Bereich der
Forschung
Vorabbemerkung zu Tinnitus-Studien:
Die DTL weist ausdrücklich darauf hin, dass
Hinweise auf Tinnitus-Studien lediglich Informationscharakter
haben und keine Empfehlung zur Teilnahme darstellen. Sie sind
selektive Information zum gegenwärtigen Geschehen auf dem
Gebiet der Forschung.
Wir bitten den Leser auch zu beachten, dass es
sich bei sich im Test befindlichen Medikamenten i. d. R. nicht
um auf dem Markt erhältliche Tinnitus-Mittel handelt.
Grundlagenforschung in Göttingen
Studienteilnehmer für MRT-Untersuchungen
gesucht
Das Georg-Elias-Müller-Institut sucht Teilnehmer für
eine Studie zum chronischen Tinnitus. Ziel des Projektes ist es,
genaueres über die Mechanismen in Erfahrung zu bringen, die
das Leiden unter einem chronischen Ohrgeräusch bedingen.
Die gewonnenen Erkenntnisse können helfen, bessere Behandlungsansätze
zu entwickeln.
Es handelt sich bei der Studie um zwei magnetresonanztomographische
Untersuchungen (MRT). Weitere
Informationen ...
Hörsturz- und Knalltrauma-Studie
Studienteilnehmer in Deutschland gesucht
Die Schweizer Auris Medical AG sucht Studienteilnehmer zur Erforschung
des Wirkstoffes AM-111 zur Behandlung von akutem Innenohr-Hörverlust.
Näheres zur Studie erfahren Sie unter www.hoersturz-studie.de
und bei Auris
Medical.
Stellungnahme des fachlichen Beirates
zum Einsatz der transkraniellen Magnetstimulation
in der Tinnitusbehandlung
Bei der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) handelt es sich
um ein Verfahren zur gezielten Stimulation von Nervenzellen im
Gehirn. Die Anwendung dieses Verfahrens zur Behandlung des Tinnitus
wird seit mehreren Jahren an verschiedenen Universitäten
im In- und Ausland untersucht. Die bisherigen Ergebnisse deuten
darauf hin, dass es sich bei TMS um ein nebenwirkungsarmes Verfahren
handelt und dass TMS bei einem Teil der behandelten Patienten
zu einer Linderung des Tinnitus führen kann. Es handelt sich
bei der Anwendung der TMS gegen Tinnitus jedoch noch um ein neuartiges
Therapieverfahren in einem frühen Entwicklungsstadium.
Aus diesem Grund empfiehlt der wissenschaftliche Beirat der Deutschen
Tinnitus-Liga, diese Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht
in der Routinebehandlung einzusetzen, sondern im Rahmen klinischer
Studien weiter zu untersuchen. Nach Information der DTL besteht
die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen TMS-Studien an
folgenden Einrichtungen (in alphabetischer Reihenfolge):
Düsseldorf
Dr. med. Joachim Cordes
E-Mail: joachim.cordes@lvr.de
Fürth:
Prof. Dr. Stephan R. Wolf. Cornelia Pechtold
E-mail: hno@euromed.de
Göttingen:
Dr. med. Thomas Wobrock
E-mail: twobroc@gwdg.de
Konstanz:
Dr. Nathan Weisz, Dipl. Psych Isabel Lorenz
E-mail: Isabel.Lorenz@uni-konstanz.de
München
PD Dr. med. Frank Padberg
E-mail: padberg@med.uni-muenchen.de
Regensburg:
Dr. Berthold Langguth, PD Dr. Tobias Kleinjung, Dr. Michael Landgrebe
E-mail: michael.landgrebe@medbo.de
Tübingen:
PD Dr. Christian Plewnia, Barbara Wasserka
barbara.wasserka@med.uni-tuebingen.de
Ulm
Dr. C. Schönfeldt-Lecuona
E-mail: carlos.schoenfeldt@uni-ulm.de
Würzburg
Prof. Dr. Andreas Fallgatter
E-mail: Fallgatter_A@klinik.uni-wuerzburg.de
Zur transkraniellen Magnetstimulation ein weiterführender
Artikel aus unserem Tinnitus-Forum 4-2008: Transkranielle
Magnetstimulation als neue Behandlungsoption des chronischen Tinnitus
Zusammensetzung des fachlichen
Beirates der DTL
Tinnitus im Computermodell
Über den Zusammenhang zwischen Hörverlust
und Tinnitus
Wissenschaftler aus Berlin untersuchen, wie Hörschäden
zu Tinnitus führen können (aus einer Pressemitteilung
der Humboldt-Universität, Berlin, vom 12.09.2008)
Tinnitus ein Pfeifen oder Rauschen im Ohr ohne entsprechenden
akustischen Reiz kann durch Hörverlust verursacht
werden. Unter welchen Umständen aber ist dies der Fall? Welche
Mechanismen liegen dem zu Grunde? Roland Schaette und Richard
Kempter vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience
und der Humboldt-Universität zu Berlin haben mithilfe von
Computersimulationen Antworten auf diese Fragen gefunden. ...
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Studie zum Wirkstoff Neramexane
Im Tinnitus-Forum 1-2008 berichten wir auf Seite 20 über
eine Studie der Merz Pharmaceuticals GmbH zum Wirkstoff Neramexane
hinsichtlich seiner Wirksamkeit gegen Tinnitus, deren nächste
Phase in Kürze anlaufen soll.
Für interessierte Studienteilnehmer hat uns das Unternehmen
auf den Link von ClinLife
Deutschland aufmerksam gemacht. Hier wurde eine spezielle
Seite zum Thema Tinnitus eingerichtet, auf der sich Interessierte
zum Stand der Dinge und über die Studienteilnahme informieren
können. Zur Zeit ist die Studie noch nicht genehmigt, und
die teilnehmenden Ärzte sowie die Teilnahmekriterien der
Betroffenen stehen noch nicht fest.
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