Was Sie selbst tun können

Selbsthilfe-Tipps bei Hörsturz

Sie können Ihre Ohrgeräusche früher oder später als wohlgemeinte Mahnung auffassen. Vermutlich haben Sie im körperlichen oder seelischen Bereich Grenzen überschritten. Deswegen vernehmen Sie ein Warnsignal. Gehen Sie der Sache auf den Grund. Prüfen Sie Ihre Lebenssituation und scheuen Sie sich nicht, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Selbst wenn Ihr Tinnitus bleibt, sollten Sie nicht die Hoffnung aufgeben. In den allermeisten Fällen verliert ein anfänglich als belastend empfundener Tinnitus zunehmend an Intensität. Hierzu können und sollten Sie aktiv beitragen. Berücksichtigen Sie zum Beispiel folgende Verhaltensregeln:

  • Ruhe und positive Gedanken fördern Ihren Selbstheilungsprozess. Bemühen Sie sich also um positives Denken.
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob und welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen. Gewisse, wenn auch nur sehr wenige Präparate können sich schädigend auf Ihr Gehör auswirken. Setzen Sie aber nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt Medikamente ab.
  • Schenken Sie Ihrem Wohlbefinden mehr Aufmerksamkeit und befassen Sie sich mit Entspannungsübungen, besonders wenn Sie Ihren Hörsturz auf berufliche Überanstrengung und Stress zurückführen. Um zukünftig belastenden Situationen besser begegnen zu können, sollten Sie eine Entspannungsmethode erlernen. Das kann Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga, Tai Chi oder ähnliches sein. Entspannungsmusik finden Sie auch in unserem Tinnitus-Shop.
  • Vermeiden Sie in der Akutphase jeden Stress. Eine Krankschreibung in den ersten ein bis zwei Wochen ist hier sehr hilfreich.
  • Gehen Sie mit Nikotin, Koffein und Alkohol vernünftig um.
  • Meiden Sie Lärm und laute Musik. Oder schützen Sie sich durch Gehörschutz.
  • Informieren Sie sich gründlich über Ihre Erkrankung, beispielsweise durch unsere Informationsbroschüre „Akuter Tinnitus und Hörsturz“, als Mitglied der Deutschen Tinnitus-Liga, in einer Selbsthilfegruppe oder durch Buchlektüre.
  • Körperliche Bewegung wird Ihnen gut tun.
  • Ziehen Sie sich nicht zurück. Fördern Sie Ihre familiären und freundschaftlichen Beziehungen und öffnen Sie Ihre Ohren.
  • Bei einem festgestellten stärkeren Hörverlust sollten Sie möglichst bald ein Hörgerät tragen.
  • Sie müssen selbst aktiv werden! Bei der Auswahl nützlicher Werkzeuge zur Bewältigung Ihres Tinnitus hilft Ihnen die Deutsche Tinnitus-Liga. Mit unabhängiger Information und nützlichen Tipps. Aber: Sie entscheiden, ob Sie dank einer guten Werkzeugkiste auch ein guter Handwerker werden.
  • Hören Sie auf sich, aber horchen Sie nicht in sich hinein.
  • Schließlich: Seien Sie kritisch gegenüber Heilsversprechen. Wer verspricht, den Tinnitus zu heilen oder sogar abschalten zu können, noch dazu für viel Geld, ist häufig unseriös! Lassen Sie sich mögliche Therapien erklären und fragen Sie nach wissenschaftlichen Beweisen.

Werden Sie Mitglied der Deutschen Tinnitus-Liga, damit Sie unsere Angebote zur Selbsthilfe optimal nutzen können.
Selbsthilfebücher, Entspannungsmusik, Gehörschutz u. v. a. m. finden Sie in unserem Tinnitus-Shop.

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