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Herpes als Auslöser von Tinnitus?

Eine Betroffene fragte bei der DTL an, ob es möglich sei, dass erhöhte Messdaten von Herpesviren im Blut u. a. auch Auslöser für Tinnitus sein könnten und ob die Einnahme des Medikamentes "Aciclostad 400" möglicherweise ein Abklingen des Tinnitus bewirken könne.

Antwort Prof. Dr. Kempf, Klinikum Wuppertal:
"Entscheidend ist, welche Art von Herpes Virus-Titer festgestellt wurde. Herpes simplex-Viren (HSV-I und II) können in experimentellen Untersuchungen das Innenohr schädigen. Ein klinischer Zusammenhang zwischen Tinnitus und dieser Herpes simplex-Infektion (Lippenbläschen etc.) ist unwahrscheinlich.

Wichtiger ist ein Zusammenhang zwischen den Herpes zoster-Viren (Windpockenvirus) und dem Innenohr. Hier gibt es das Krankheitsbild des Zoster oticus (Gürtelrose des Ohres). Sollte hier eine Reaktivierung nachgewiesen worden sein, d. h. erhöhter IgM-Titer von Herpes zoster-Viren, dann wäre eine entsprechende virustatische Therapie z. B. mit Acyclovir oder Acyclostat-Tabletten sinnvoll.

Ob der Tinnitus dann allerdings leiser wird, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, dass wirklich eine Reaktivierung, d. h. erhöhte IgM-Titer nachgewiesen wurden. IgG heißt nur, dass eine Infektion stattgefunden hat, die aber schon Jahre zurückliegen kann."

(aus unserer Zeitschrift Tinnitus-Forum 4/2000)

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