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Therapie mit Kortison bei Hörsturz

Nach der aktuellen Hörsturz-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (ausführlicher Artikel hierzu von Prof. Dr. Gerhard Hesse in TF 1/2014) kann bei einem Hörsturz ein bis zwei Tage ohne Behandlung in der Hoffnung auf eine Spontanheilung gewartet werden. "Stellt sich jedoch keine spontane Hörverbesserung ein, so ist eine Behandlung mit Kortison zu beginnen, diese kann hochdosiert als Infusionslösung oder auch in Tablettenform gegeben werden", so Prof. Hesse in dem genannten Artikel: "In der Leitlinie wird für den Fall, dass durch diese Behandlung nach fünf bis sieben Tagen keine Besserung erfolgt, als sogenannte Reservetherapie eine intratympanale Behandlung mit Kortison empfohlen. Das heißt, das Kortison wird, gebunden an eine Trägerlösung, direkt in das Mittelohr gespritzt."

Die intratympanale Kortison-Injektion kann auch bei akutem bis subakutem Tinnitus (Dauer des Ohrgeräuschs: vier Wochen bis zu einem halben Jahr) angewendet werden, wenn sichergestellt ist, dass der Tinnitus im Innenohr entstanden ist, zum Beispiel im Rahmen eines Hörsturzgeschehens mit akuter Innenohrhörverschlechterung oder im Rahmen eines Lärmtraumas. Diese Methode wirkt nur am Innenohr, das heißt, sie kann nicht angewendet werden, wenn der Tinnitus aufgrund von Halswirbelsäulen- oder Kiefergelenksbeschwerden entstanden ist. Die Injektion ist schmerzlos durchführbar, da zuvor ein Lokalanästhetikum aus einer Sprühflasche heraus in den Gehörgang eingebracht wird.

aus: Tinnitus-Forum 1/2015

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