Die Ohren öffnen!
Hören und Tinnitus
Über 50% der Tinnitus-Betroffenen haben gleichzeitig eine
Hörschädigung. Das bedeutet nicht, dass Sie durch einen
Tinnitus eine Hörminderung erfahren. Und eine Hörschädigung
kann auch unabhängig von einem Tinnitus bestehen.
Aber: Wenn Sie erlernen, Ihr Ohren zu öffnen, wird Ihr Tinnitus
erträglich werden! Dann können Sie ihn einfach überhören.
Entscheidend ist, dass Sie Ihre Wahrnehmung nicht auf den Tinnitus
lenken. Durch angstabbauende Informationen und eine möglicherweise
notwendige ärztliche Behandlung sollten Sie dazu schnell
die Voraussetzung schaffen. Damit Sie bald wissen, dass Ihr Tinnitus
selbst harmlos ist:
Tipps + Infos
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Stoßen Sie das Tor zur Welt wieder
auf. Öffnen Sie Ihre Ohren. Für Mitmenschen. Für
angenehme Umweltgeräusche. Auch leise Töne können
stark sein.
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Ziehen Sie sich nicht zurück. Schon gar
nicht in Stille. Dann fixieren Sie sich nämlich auf Ihr
Geräusch.
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Tragen Sie Hörgeräte, falls dies
nötig ist. Je früher Sie damit anfangen, desto besser.
Das hilft häufig auch bei Tinnitus. Wenn Sie besser hören,
kann er in den Hintergrund treten. Weil er durch Umweltgeräusche
überdeckt wird.
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Erkundigen Sie sich bei Ihrem HNO-Arzt und
Ihrem Hörgeräteakustiker auch nach einem Tinnitus-Masker
oder Retraininggerät. Die einem Hörgerät ähnlichen
Instrumente erzeugen Gegengeräusche. Damit Sie sich nicht
auf Ihren Tinnitus fixieren. Damit Sie sich ablenken.
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Machen Sie alle zwei Jahre einen Hörtest.
Kostenlos beim Hörakustiker. Oder bei Ihrem HNO-Arzt.
So können Sie selbst über Ihr Gehör Buch führen.
Und Veränderungen frühzeitig feststellen.
Viele Tinnitus-Betroffene klagen auch über eine Überempfindlichkeit
des Hörens. Man bezeichnet dieses Phänomen als Hyperakusis.
Auch hier hilft ein allmähliches Herantasten an normalen
Lautstärken. Das können auch Sie lernen und trainieren.
Lesen Sie bitte hierzu auch den Artikel "Hyperakusis
- eine Fehlfunktion der zentralen Hörverarbeitung"
von Dr.Gerhard Hesse, Tinnitus-Klinik Bad Arolsen im Textarchiv.
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