Eine kurze
Nachbetrachtung
Rosa Roth mit Spontanheilung
Samstag, den 07.02.09 lief der Krimi "Rosa
Roth: Das Mädchen aus Sumy" im ZDF-Abendprogramm. Die
Kommissarin hatte in erster Linie mit den Folgen eines Hörsturzes
zu kämpfen, die im Besonderen in einem Tinnitus bestanden.
Aus Sicht der Praxis und vielerlei Erfahrung war
die Darstellung des Tinnitus-Leidens absolut glaubwürdig
und realistisch. Dass Rosa Roth unter ihrem Tinnitus leidet, wurde
durch die Kombination hintergründiger Toneinspielungen, aussagekräftiger
Bilder und letzlich das Spiel von Iris Berben nachvollziehbar.
Die Hauptperson hat schnell die positive Wirkung von Außengeräuschen
(fließendes Wasser, Musik, Straßenverkehr) erkannt
und musste einen erneuten Zusammenbruch infolge einer Drucksituation
erfahren. Daher: Die Symptomatik und der Einfluss von Stressfaktoren
waren gut recherchiert und dargestellt.
Verwunderlicherweise hat der bahandelnde Arzt Frau
Roth gar nicht auf die Möglichkeiten hingewiesen, die die
Selbsthilfe beizutragen vermag. Er wusste vermutlich, dass die
DTL samstags abends keine Sprechstunde mehr hat, sonst hätte
die Kommissarin vielleicht mal angerufen.
Aber auch so hatte sie Glück. Der Kriminalfall
wurde gelöst und die Geschichte erfuhr ein im Unglück
glückliches Ende für das Mädchen aus Sumy. Von
Rosa Roth fiel dadurch eine große Last ab und ... weg war
der nervige Ton. Die Spontanheilung sei ihr gegönnt. Vielleicht
war's aber auch nur gespielt. (TT)
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